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CSD Dresden e.V.

Warum eigentlich Dresden?


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4–6 Minuten

Vielleicht hast du dir diese Frage längst selbst gestellt. Wir auch. Immer wieder.

Denn wenn Europa uns seine EuroPride anvertraut, reicht es nicht zu sagen: Weil Dresden schön ist. Oder weil Dresden Kultur hat. Oder weil Dresden gute Hotels besitzt.

Das haben viele Städte. Die eigentliche Frage lautet:

Welche Geschichte kann Dresden erzählen, die Europa heute braucht?

Vielleicht liegt die eigentliche Stärke Dresdens gar nicht darin, perfekt zu sein. Vielleicht liegt sie darin, dass diese Stadt weiß, wie schwer Brückenbauen sein kann.

Dresden wurde zerstört. Dresden wurde wieder aufgebaut. Doch Städte werden nicht allein aus Steinen gebaut. Sie werden von Menschen aufgebaut. Von Menschen, die Verantwortung übernehmen. Und von der Bereitschaft, immer wieder Brücken zu bauen.

Heute gleiten Dampfschiffe über die Elbe. Die Frauenkirche prägt erneut das Stadtbild. Geschichte und Gegenwart begegnen sich hier jeden Tag. Altes Dresden. Neues Dresden. Beides gleichzeitig wahr. Nicht, weil hier bereits alle Brücken gebaut wurden. Sondern weil diese Stadt jeden Tag zeigt, dass Brücken dort entstehen, wo Menschen bereit sind, aufeinander zuzugehen.

Dresden ist nicht perfekt.

Und genau deshalb ist diese Stadt glaubwürdig. Denn Brücken werden nicht dort gebaut, wo es keine Unterschiede gibt. Sondern dort, wo Menschen bereit sind, sie zu überwinden. Vielleicht ist Dresden deshalb nicht das Ziel unserer Geschichte.

Sondern ihr nächstes Kapitel.

Eine Stadt mit queerer Geschichte.

Queeres Leben gehört nicht erst seit wenigen Jahrzehnten zu Dresden. Es begleitet diese Stadt seit Jahrhunderten. Johann Joachim Winckelmann lebte und wirkte hier. Lili Elbe schrieb in Dresden Medizingeschichte. Im Odeum fanden bereits in den 1920er Jahren die ersten offiziellen homosexuellen Tanzveranstaltungen der Stadt statt. Nicht jede dieser Geschichten endet glücklich. Doch sie wirkt weiter. Aus dem Odeum wurde unser Odeum-Preis für Respekt. Heute zeichnet er Menschen und Institutionen aus, die sich für die LGBTIQ+-Community und gegen Diskriminierung einsetzen.

Doch gemeinsam erzählen sie etwas Größeres: Sichtbarkeit war in Dresden niemals selbstverständlich. Gerade deshalb ist sie heute so wertvoll.

Dazu gehört auch die Geschichte queerer Geflüchteter.

Seit 2015 engagiert sich der CSD Dresden gemeinsam mit ihnen für ihre Belange. Nicht, um über sie zu sprechen. Sondern um ihnen zuzuhören. Aus diesem Zuhören wuchs mehr als ein Projekt. Von 2015 bis 2022 führte der Verein die Landeskoordinierungsstelle Sachsen für queere Geflüchtete – und daraus entwickelte sich ein Leuchtturmprojekt, das weit über Sachsen hinauswirkte.

Was gemeinsam entsteht, kann weiterwachsen.

Seit 2021 gehört „Vitamin D“ – ein Projekt aus dieser Community – fest zum Bühnenprogramm des CSD Dresden.

Aus dieser gewachsenen Arbeit ist ein Teil unserer heutigen Community geworden. Sie wird von einer lebendigen LGBTIQ+-Community, engagierten Vereinen, Beratungsangeboten, Kulturprojekten und dem seit 1994 stattfindenden Christopher Street Day Dresden weitergetragen.

2029 wird diese gewachsene Geschichte Teil der EuroPride.

Die EuroPride 2029 beginnt deshalb nicht bei null. Sie baut auf einer Geschichte auf, die viele Generationen vor uns begonnen hat.

CSD Dresden e.V.

Hinter dieser Bewerbung steht der CSD Dresden e.V. Seit mehr als zwei Jahrzehnten organisiert der Verein ehrenamtlich den Christopher Street Day Dresden und entwickelt Projekte für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte. Die Geschichte des Vereins reicht bis in die frühen 1990er Jahre zurück. Getragen wird der Verein von einem engagierten Team, erfahrenen Bereichsleitungen und zahlreichen Volunteers. Gemeinsam bilden sie das Fundament unserer Bewerbung um die EuroPride 2029.

Gut erreichbar. Gut vorbereitet.

Mitten im Herzen Europas gelegen, bietet Dresden ideale Voraussetzungen für eine EuroPride. Ein internationaler Flughafen. Direkte ICE-Verbindungen. Die Flughäfen Leipzig/Halle, Prag und Berlin in kurzer Distanz. Ein leistungsfähiger öffentlicher Nahverkehr.

Hotels, Pensionen, Hostels und Ferienwohnungen in allen Preiskategorien.

Ein Universitätsklinikum, leistungsfähige Krankenhäuser, Rettungsdienste und ein gemeinsam mit den zuständigen Behörden entwickeltes Sicherheitskonzept schaffen die Voraussetzungen für eine sichere und barrierearme EuroPride 2029.

Brücken werden nicht dort gebraucht, wo sich bereits alle einig sind. Sie werden dort gebraucht, wo Menschen den Mut haben, Unterschiede zu überwinden.

Vielleicht ist genau deshalb Dresden der richtige Ort, um Europa willkommen zu heißen.

Doch je länger wir darüber nachdachten, desto deutlicher wurde uns: Eine EuroPride darf nicht an den Grenzen einer einzelnen Stadt enden. Wenn sie Brücken bauen will, muss sie Menschen und Orte miteinander verbinden – über Dresden hinaus.

Genau dieser Gedanke veränderte unsere Sichtweise. Nicht Dresden wurde kleiner. Unsere Idee wurde größer. Aus einer Gastgeberstadt wurde Schritt für Schritt eine Gastgeberregion. Nicht, weil Dresden allein nicht ausreichen würde. Sondern weil wir begriffen haben, dass manche Brücken weiterführen müssen.

Dresden im Überblick


  • Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen
  • rund 580.000 Einwohner:innen
  • Wissenschafts-, Kunst- und Kulturstadt
  • Sportstadt
  • historische Altstadt und moderne Stadtquartiere
  • zentrale Lage im Herzen Europas

Dresden in Zahlen


  • 47.950 Gästebetten in Hotels, Gasthöfen, Pensionen, Ferienwohnungen, Jugendherbergen, Hostels
  • 2.007 Wohnwagen- und Wohnmobil-Stellplätze inkl. Zelt-Stellplätze und Zimmer auf Campingplätzen

Anschrift & Ansprechpartner der Bewerbung


Impressum
Team
 Turn Walls into Bridges
Warum eigentlich Sachsen? 

Einzelnachweise


  • Hero-Image: Phil Grafe, CSD Dresden e.V.
  • Video „My Dearest Dresden“ mit freundlicher Genehmigung von Dresden Marketing
  • Video „Vitamin D“; Mitschnitt des Bühnenprogramms des CSD Dresden 2026 by picture.live
  • Karte basierend auf Zuarbeiten von Dresden Marketing
  • Bild „Dresden Silhouette“: Phil Grafe, CSD Dresden e.V.

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