Wir bewerben uns für die

Dresden bewirbt sich um die EuroPride 2029.
Vierzig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer möchten wir im Superwahljahr 2029 ein europäisches Zeichen setzen – für Demokratie, Dialog und Solidarität.
Gemeinsam mit starken Partnern aus Bund, Land, Stadt und Zivilgesellschaft treten wir an, um aus Mauern Brücken zu bauen.
Pride war nie die Mauer. Pride ist immer die Brücke.
Pride Beyond Walls
40 Years After The Fall
Pride Beyond Walls
40 Years After The Fall
Pride war nie die Mauer. Pride ist immer die Brücke.
1989 fiel die Berliner Mauer. Sie teilte ein Land. Sie teilte Europa. Sie teilte Lebensrealitäten – auch queere. Vierzig Jahre später – im Jahr 2029 – steht Deutschland erneut an einem politischen Wendepunkt.
Ein Superwahljahr: Europawahl, Bundestagswahl, Landtagswahlen, Kommunalwahlen – Richtungsentscheidungen für Deutschland, für Europa. Demokratie ist kein Selbstläufer; sie ist Aufgabe und Verantwortung und sie ist verletzlich. Und genau in diesem Jahr bewerben wir uns um die EuroPride 2029 in Dresden.
Nicht aus Symbolik, sondern aus Überzeugung. Nicht zufällig, sondern bewusst.
Und dieser Ort ist: …
Dresden
Dresden liegt im Osten Deutschlands – im Herzen eines Europas, das sich seit 1989 immer wieder neu erfinden musste: geprägt von Transformation, Umbruch und Neubeginn. Hier wurde Demokratie nicht verwaltet, sie wurde neu gelernt. Hier wurden Identitäten nicht behauptet, sie wurden ausgehandelt. Hier wurde Freiheit nicht erklärt, sie wurde erlebt. Transformation ist hier keine Theorie, sondern biografische Realität.
Gerade deshalb wäre EuroPride 2029 in Dresden mehr als ein Veranstaltungsort. Es wäre ein europäisches Signal. Ein Signal aus einer Region, in der gesellschaftliche Debatten intensiv geführt werden. Ein Signal in Richtung Mittel- und Osteuropa – dass Solidarität keine geografische Grenze kennt.
Ein Signal dafür, dass Pride nicht nur dort stattfindet, wo Zustimmung selbstverständlich ist – sondern auch dort, wo Dialog gebraucht wird. Nicht als Provokation, sondern als Einladung.
Eine Einladung zum Gespräch. Eine Einladung zum Zuhören. Eine Einladung, Brücken zu bauen. Eine Einladung an Europa. Sie kommt aus dem Osten Deutschlands.
Sie kommt aus …
Dresden und Sachsen
Wo heute im Sächsischen Landtag demokratisch debattiert wird, wurde einst Macht ohne freie Wahl ausgeübt. Ein Ort politischer Kontrolle wurde zu einem Ort parlamentarischer Verantwortung. Das ist kein fernes Symbol. Das ist konkret gelebter Wandel.
Dresden kennt Systemwechsel. Und der Freistaat Sachsen kennt den Weg vom autoritären Staat zur offenen Demokratie.
Hier wurde Freiheit nicht übernommen. Sie wurde erarbeitet.
Hier wurde Demokratie nicht geschenkt. Sie wurde aufgebaut.
Und mitten in dieser Stadt steht die Frauenkirche – einst ein Trümmerfeld aus verstreuten Steinen, heute Stein für Stein wiedererrichtet, als Zeichen europäischer Versöhnung. Was zerbrochen war, wurde nicht vergessen. Es wurde neu gefügt. Politischer Wandel. Gesellschaftlicher Wiederaufbau. Historische Verantwortung.
Die Elbe durchzieht Dresden. Sie verbindet Stadtteile, Brücken, Perspektiven. Sie verbindet Sachsen mit Europa. Die Berliner Mauer verlief nicht durch Dresden. Doch ihr Fall ließ auch hier Mauern in Köpfen fallen – und eröffnete einen neuen Weg in die Demokratie. Und wo Geschichte Wandel möglich macht, entstehen Wege in die Zukunft.
Gerade deshalb ist Dresden kein Zufall. Gerade deshalb bewerben wir uns.
Und wir tun es …
Gemeinsam
Mit Menschen, die nicht wegsehen, wenn Mauern entstehen – sondern helfen, sie zu überwinden und Brücken zu bauen.
Die Verantwortung übernehmen, Haltung zeigen und die verbinden, statt zu trennen.
Diese Bewerbung wird unterstützt von unseren Ambassadors:
Die Bundesregierung, vertreten durch die Queerbeauftragte Sophie Koch, steht für die bundesweite Verankerung queerer Rechte und Sichtbarkeit und für die politische Verantwortung des Bundes.
Der Freistaat Sachsen, vertreten durch die stellvertretende Ministerpräsidentin Petra Köpping, Trägerin des Toleranzpreises des CSD Dresden e.V., steht seit Jahren im Dialog mit der queeren Community in Sachsen und für ein klares Bekenntnis zu Vielfalt und Demokratie.
Die Landeshauptstadt Dresden, vertreten durch ihren Oberbürgermeister Dirk Hilbert, trägt diese Bewerbung als sichtbares Zeichen kommunaler Verantwortung und der engen Zusammenarbeit mit dem CSD Dresden.
Die Magnus-Hirschfeld-Stiftung, vertreten durch ihren geschäftsführenden Vorstand Helmut Metzner, verbindet historische Verantwortung mit demokratischer Zukunft und steht für die bundesweite Perspektive queerer Emanzipation.
Mit CSD Deutschland e.V. steht die bundesweite Pride-Bewegung geschlossen hinter Dresden und unterstützt diese Bewerbung als starkes Signal aus Deutschland nach Europa.
Die Cellex Stiftung, vertreten durch ihren Vorsitzenden Prof. Dr. Gerhard Ehninger, Träger des Bundesverdienstkreuzes und des Toleranzpreises des CSD Dresden e.V., steht seit vielen Jahren an der Seite des CSD Dresden für gesellschaftliche Verantwortung und gelebte Solidarität.
Die Arbeiterwohlfahrt Sachsen, repräsentiert durch ihren Landesvorsitzenden Jens Krause, Preisträger des Odeum Preis für Respekt des CSD Dresden e.V., steht für soziale Gerechtigkeit und verlässliche Partnerschaft mit der queeren Community in Sachsen.
Gemeinsam tragen sie unsere Bewerbung.
Und sie wissen: …
Mauern
stehen nicht mehr sichtbar. Aber sie existieren weiter: in Rhetorik, Angst, Abschottung, in digitalen Räumen und politischen Zuspitzungen. Gerade in einem Superwahljahr werden Worte schärfer, Positionen härter und Grenzen sichtbarer. Doch auch diese Mauern bestehen aus Steinen. Und Steine sind gestaltbar.
„Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.“ — Unbekannt
Das ist mehr als ein Zitat. Es ist Haltung. Die Steine der Vergangenheit – und die Steine der Gegenwart – müssen kein Hindernis bleiben; wir können sie aufnehmen, sie neu ordnen, daraus tragfähige Brücken bauen. Brücken, auf denen Begegnung möglich wird. Auf denen Dialog entstehen kann. Auf denen Vertrauen wachsen darf.
Jetzt ist die Zeit, Mauern zu überwinden – und aus ihren Steinen Brücken zu bauen.
Pride Beyond Walls
Pride war nie die Mauer. Pride war immer Mut. Immer Sichtbarkeit. Immer Solidarität.
Wenn die europäische Community uns ihr Vertrauen schenkt, könnte Dresden 2029 ein Ort sein, an dem aus Steinen tragfähige Brücken werden, an dem ein Wahljahr nicht Spaltung bedeutet, sondern Haltung, an dem Europa sich auf sicherem Fundament begegnet. Nicht größer, nicht lauter; sondern klarer.
Wie würde es der Dresdner Schriftsteller Erich Kästner sagen?
„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“
Wir tun es. Wir sind Bewerber für die EuroPride 2029.
Mit der Überzeugung, dass aus Mauern Brücken werden können – wenn man beginnt, sie zu bauen.
Pride was never the wall.
Pride is always the bridge.
Und vielleicht heißt es am 10. Oktober 2026: See you at EuroPride 2029 in Dresden.
Statements
unserer Ambassadors
Statements
unserer Ambassadors

© Photothek/Felix Zahn
Sophie Koch, Queerbeauftragte des Bundes
Sophie Koch, Queerbeauftragte des Bundes

© SMS
Petra Köpping, Staatsministerin
Petra Köpping, Staatsministerin

© Sebastian Weingert
Dirk Hilbert, Oberbürgermeister Dresden
Dirk Hilbert, Oberbürgermeister Dresden

© Philipp Bauer
Bundesstiftung Magnus Hirschfeld
Bundesstiftung Magnus Hirschfeld
Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld unterstützt die Bewerbung des CSD Dresden e.V. zur Ausrichtung der EuroPride 2029 von ganzem Herzen, und zwar weil:

© csddeutschland
CSD Deutschland e.V.
CSD Deutschland e.V.

© Cellex Stiftung
Cellex Stiftung
Cellex Stiftung

© AWO Sachsen
AWO Sachsen
AWO Sachsen
We are applying for

Dresden is applying to host EuroPride 2029.
Forty years after the fall of the Berlin Wall, we aim to send a European signal in the pivotal election year of 2029 – for democracy, dialogue and solidarity.
Together with strong partners from the federal, state and municipal levels, as well as civil society, we step forward to turn walls into bridges.
Pride was never the wall. Pride is always the bridge.
Pride Beyond Walls
40 Years After The Fall
Pride Beyond Walls
40 Years After The Fall
Pride was never the wall. Pride is always the bridge.
In 1989, the Berlin Wall fell. It divided a country. It divided Europe. It divided lives – including queer lives. Forty years later – in 2029 – Germany once again stands at a political turning point.
A pivotal election year: European elections, federal elections, state elections, local elections – Decisive choices for Germany, for Europe. Democracy is not a sure-fire success; it is a task and a responsibility, and it is vulnerable. And in precisely this year, Dresden is applying to host EuroPride 2029 in Dresden.
Not for symbolic reasons, but out of conviction. Not by coincidence, but deliberately.
And this place is: …
Dresden
Dresden is located in eastern Germany – in the heart of a Europe that has had to reinvent itself repeatedly since 1989: shaped by transformation, upheaval and renewal. Here, democracy was not administered, it was relearned. Here, identities were not merely claimed, they were negotiated. Here, freedom was not declared, it was experienced. Here, transformation is not a theory, but a biographical reality.
That is precisely why EuroPride 2029 in Dresden would be more than just a venue. It would be a European signal. A signal from a region where social debates are conducted intensively. A signal to Central and Eastern Europe – that solidarity knows no geographical boundaries.
A signal that Pride does not only take place where acceptance is a given – but also where dialogue is needed. Not as a provocation, but as an invitation.
An invitation to talk. An invitation to listen. An invitation to build bridges. An invitation to Europe. It comes from eastern Germany.
It comes from …
Dresden and Sachsen
Where democratic debates are held today in the Saxon state parliament, power was once exercised without free elections. A place of political control became a place of parliamentary responsibility. This is not a distant symbol. It is change in action.
Dresden is familiar with systemic change. And the Free State of Saxony knows the path from authoritarian state to open democracy.
Here, freedom was not simply adopted. It was earned.
Here, democracy was not a gift. It was built.
And in the middle of this city stands the Frauenkirche – once a field of rubble and scattered stones, now rebuilt stone by stone as a symbol of European reconciliation. What was broken was not forgotten. It was put back together again. Political change. Social reconstruction. Historical responsibility.
The River Elbe flows through Dresden. It connects districts, bridges and perspectives. It connects Saxony with Europe. The Berlin Wall did not run through Dresden. But its fall also brought down walls in people’s minds here – and opened up a new path to democracy. And where history makes change possible, paths to the future emerge.
That is precisely why Dresden is no coincidence. That is precisely why we are applying.
And we are doing it …
Together
Mit Menschen, die nicht wegsehen, wenn Mauern entstehen – sondern helfen, sie zu überwinden und Brücken zu bauen.
Who take responsibility, show commitment and connect rather than divide.
This application is supported by our Ambassadors:
The federal government, represented by Queer Commissioner Sophie Koch, stands for the nationwide establishment of queer rights and visibility and for the political responsibility of the federal government.
The Free State of Saxony, represented by Deputy Prime Minister Petra Köpping, winner of the Tolerance Award from CSD Dresden e.V., has been in dialogue with the queer community in Saxony for years and is clearly committed to diversity and democracy.
The state capital Dresden, represented by its Lord Mayor Dirk Hilbert, supports this application as a visible sign of municipal responsibility and close cooperation with CSD Dresden.
The Magnus Hirschfeld Foundation, represented by its managing director Helmut Metzner, combines historical responsibility with a democratic future and stands for the nationwide perspective of queer emancipation.
With CSD Deutschland e.V., the nationwide Pride movement stands united behind Dresden and supports this application as a strong signal from Germany to Europe.
The Cellex Foundation, represented by its chairman Prof. Dr. Gerhard Ehninger, recipient of the Federal Cross of Merit and the CSD Dresden e.V. Tolerance Award, has stood alongside CSD Dresden for many years in promoting social responsibility and active solidarity.
The Arbeiterwohlfahrt Sachsen, represented by its state chairman Jens Krause, winner of the CSD Dresden e.V. Odeum Prize for Respect, stands for social justice and reliable partnership with the queer community in Saxony.
Together, they support our application. And they know: …
Walls
are no longer visible. But they continue to exist: in rhetoric, fear, isolation, in digital spaces and political escalations. Especially in a super election year, words become sharper, positions harder and boundaries more visible. But these walls are also made of stones. And stones can be shaped.
„Even stones placed in your path can be used to build something beautiful.“ — Unknown
This is more than a quote. It is an attitude. The stones of the past – and the stones of the present – do not have to remain obstacles; we can pick them up, rearrange them and build sustainable bridges out of them. Bridges that enable encounters. Bridges that enable dialogue. Bridges that allow trust to grow.
Now is the time to tear down walls – and build bridges from their stones.
Pride Beyond Walls
Pride was never the wall. Pride was always courage. Always visibility. Always solidarity.
If the European community places its trust in us, Dresden could be a place in 2029 where stones are turned into sturdy bridges, where an election year does not mean division but rather a stance, where Europe meets on solid ground. Not bigger, not louder, but clearer.
As the Dresden-based author Erich Kästner would say:
„Nothing good happens unless you do it.„
We are doing it. We are applicants for EuroPride 2029.
With the conviction that walls can become bridges – if you start building them.
Pride was never the wall.
Pride is always the bridge.
And perhaps on 10 October 2026, we will say:See you at EuroPride 2029 in Dresden.
Statements
from our ambassadors
Statements
from our ambassadors

© Photothek/Felix Zahn
Sophie Koch, Queer Commissioner
Sophie Koch, Queer Commissioner

© SMS
Petra Köpping, Minister of State
Petra Köpping, Minister of State

© Sebastian Weingert
Dirk Hilbert, Lord Mayor of Dresden
Dirk Hilbert, Lord Mayor of Dresden

© Philipp Bauer
Magnus Hirschfeld Federal Foundation
Magnus Hirschfeld Federal Foundation
The Magnus Hirschfeld Federal Foundation wholeheartedly supports the CSD Dresden e.V. bid to host EuroPride 2029, because:

© csddeutschland
CSD Deutschland e.V.
CSD Deutschland e.V.

© Cellex Stiftung
Cellex Stiftung
Cellex Stiftung

© AWO Sachsen