„Toto oder vielen Dank für das Leben“


Antiheld*innengeschichte

Freigeist

Identitätssuche

Freiheit

DDR

Selbstverwirklichung

Kapitalismuskritik,

Deutschlandreise

Veranstalter:in

Staatsschauspiel Dresden

Veranstaltungsort

Kleines Haus 3

Glacisstraße 28, 01099 Dresden,
Deutschland

Datum

Samstag, 06. Juni 2026

Zeit

20:00 – 21:30 Uhr

Preise

regulär: 18,00 €, ermäßigt: ab 9,00 €

Anmeldung

ohne Anmeldung

 bedingt barrierefrei

Zugang für Rollstuhlfahrer*innen und Menschen mit Behinderung nicht selbstständig möglich, bitte melden Sie sich beim Einlasspersonal

DDR, 1966. Ein Kind kommt auf die Welt. „Es ist ein … Nichts“, heißt es von Seiten des Arztes. Und auch die Mutter zeigt keinerlei Regung. Außer dem Namen Toto kann sie ihrem Kind nichts geben und bringt es ins Heim. Hier wächst in Toto ein Gefühl heran, das durch nichts und niemanden zu erschüttern ist. Denn ganz ohne Arg und ohne Wertung liebt das Kind die Menschen, egal, wie viel Ablehnung und Verrat ihm entgegenschlägt. Auch später, auf dem Bauernhof seiner alkoholsüchtigen Adoptiveltern, für die Toto nicht mehr ist als eine billige Stallkraft, wächst seine Liebe trotz allen Unheils schneller als der Kuhdung. Inmitten der Rinder entdeckt Toto dann eine weitere Ressource: die eigene Stimme. Sie trägt Toto vom Bauernhof der ostdeutschen Provinz bis über die Grenze nach Hamburg in ein christliches Wohnheim auf der Reeperbahn. Hier beginnt Toto ein neues Leben. Als Sängerin …

Sibylle Bergs Antiheld*in ist frei von Ironie oder Traurigkeit. Wie eine Gottheit, die niemand anbetet, reist Toto durch die Geschichte, wechselt Systeme und Geschlechter und wird zur Heilsfigur zwischen Hiob und Hermaphroditos.

Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer möglich.

Beitragsbild: Sebastian Hoppe

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